kunstbunker
Do-Sa 16-20 Uhr, So 14-18 Uhr und nach Vereinbarung (bei laufender Ausstellung)
Bauhof 2, 90402 Nürnberg;     Newsletter
Videoscreening in der Ausstellung "...verändern kann man eigentlich wenig" / kpD, "Kamera läuft!" und Michael Franz, "I AM YOU" / Sonntag, 5. Juli, 16 Uhr

kpD, Kamera läuft!, 2004, 32 Min.
Der Film besteht aus fünfzehn ausführlichen Interviews mit prekär beschäftigten Kulturschaffenden in Berlin, die auf einem aktualisierten Fragebogen der militanten Arbeiterbefragungen in Italien der 1960er Jahre basieren. Die Interviews wurden gekürzt und von SchauspielerInnen in einer inszenierten Casting-Situation in Zürich vor der Kamera interpretiert. Der Film macht deutlich, dass die Frage nach der Verbesserung von Lebens- und Arbeitsbedingungen bis heute nichts an Aktualität verloren hat.

kpD (kleines postfordistisches Drama / Berlin) entstand im Rahmen der Ausstellung Atelier Europa, die im Frühjahr 2004 im Kunstverein München stattfand und bestand aus Brigitta Kuster, Isabell Lorey, Marion von Osten und Katja Reichard. kpD richtet den Blick auf den gesellschaftlichen Kontext, in dem sich KulturproduzentInnen heute positionieren müssen, da sie zunehmend zu Rolemodels wirtschaftlicher Privatisierung und einer Ökonomisierung des Sozialen stilisiert werden.
(mehr zu kpD: The Precarization of Cultural Producers and the Missing „Good Life“ by kpD – transversal.at / When the Common Ground Seems Shattered: From Self-Precarisation to Partial Relationality in kleines postfordistisches Drama and Precarias a la Deriva by Sarah Charalambides, Goldsmith College, London)

Michael Franz, I AM YOU, 2018/2024, 25 Min.
Der Film I AM YOU ist eine Suche nach einer Sprache über Kunst. Gemeinsam mit Studierenden und Lehrenden nimmt Michael Franz dabei eine Situation in den Blick, die er selbst aus verschiedenen Perspektiven kennt: Das Arbeitsgespräch oder Klassentreffen in der Kunsthochschule, „Crit“ und Diskussion dessen was man sieht und darüber, wie man gemeinsam drüber sprechen könnte. Der Film zeigt die Dynamiken, Abläufe und das Vokabular des Gesprächs auch als Teil eines Skripts, das „Kunststudium“ heisst. Dabei spannt sich ein visuelles und sprachliches Netz der Beziehungen und Bezugnahmen auf, bei denen Sprechen und Sprache, Verkörpern und Meinen als Faktoren des Sprechens über die eigene Arbeit hervortreten. Realisiert zusammen mit Studierenden aus Leipzig und Nürnberg, 2018/2024.

Abbildung: © Wolf D. Harhammer, Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, Räume, 1973


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