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Institution

Unter dem Eindruck der Wiedervereinigung und dem Ende des Kalten Krieges beschloß die Stadt Nürnberg den Weltkrieg II -Bunker und ABC-Schutzraum unter dem Bauhof in geeigneter Form umzunutzen. Vertreter der Akademie der Bildenden Künste, der Arbeitsgemeinschaft Nürnberger Galerien und des Kulturreferates der Stadt Nürnberg fanden die Räume für die Präsentation von zeitgenössischen Kunstformen besonders geeignet.
Dies führte 1994 zur Gründung des “kunstbunkers- forum für zeitgenössische kunst” e.V. Damit sind die “Träger” des kunstbunkers: der Förderverein “kunstbunker – forum für zeitgenössische kunst” e.V. (als -noch kleiner- gemeinnütziger Verein mit normaler, Firmen- und Fördermitgliedschaft), die Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und die “Arbeitsgemeinschaft Nürnberger Galerien”. Alle Tätigkeiten bis auf die Ausstellungsaufsichten erfolgen ehrenamtlich.
Mit den Weiterungen in die Bereiche Video, Film, Performance, Musik und Literatur entwickelte sich der “Bunker” um den Schwerpunkt mit Ausstellungen zeitgenössischer Bildender Kunst zu einem Präsentations- und Experimentierfeld, mit der Ergänzung um Gespräche, Vorträge und Diskussionen sucht er die Konzeption des interdisziplinären Forums zu verwirklichen.
Dazu stehen mittlerweile eine Videothek mit annähernd 300 Titeln zur Verfügung, zusammengestellt unter dem umfassend zu verstehenden Begriff des “Portraits”, sowie eine eigene Video- und Monitoranlage.
Der kunstbunker e. V. ist ein von Künstler_innen und Kulturschaffenden betriebenes Forum für zeitgenössische Kunst. Er wurde 1994 als gemeinnütziger Förderverein unter Beteiligung der Kunstakademie Nürnberg sowie der damaligen Arbeitsgemeinschaft Nürnberger Galerien gegründet und organisiert seither regelmäßige Ausstellungs- und Vermittlungsprojekte mit internationaler Ausrichtung in einem ehemaligen Schutzbunker im Zentrum Nürnbergs.
Schon aufgrund der besonderen räumlichen Situation die ‚obskurste’ Institution für zeitgenössische Kunst in Nürnberg, verfolgt der kunstbunker eine konsequent progressive Agenda. Konzeptuelle künstlerische Arbeitsweisen mit Fokus auf die so genannten „neuen Medien“, Künstler- und Experimentalfilm oder der Performance bilden seit jeher einen Schwerpunkt in seinem Programm. Besondere Berücksichtigung finden auch sogenannte „artist’s artists“, Künstler_innen, deren Arbeit unter ihren Kolleg_innen besondere Wertschätzung erfährt, ohne notwendigerweise populär zu sein. In der Vergangenheit wurden markante künstlerische Projekte – etwa von On Kawara, Ellen Cantor, Rob Johannesma, JCJ Vanderheyden, Brice Dellsperger, Stephan Dillemuth, Chto Delat? oder Leen Voet – in speziell für den Ort entwickelten Einzelausstellungen präsentiert. Ein wichtiger Aspekt im Programm sind außerdem von Künstler_innen sowie von Nachwuchskurator_innen konzipierte thematische Ausstellungen.
Ein geradezu klassischer „artist-run space“, wird der kunstbunker von einem ehrenamtlich tätigen Team aus Kulturschaffenden betrieben, die entweder in Nürnberg leben und arbeiten oder mit der Stadt und ihrer Kunstakademie verbundenen sind. Das Ausstellungsprogramm wird von einer Programmkommission – zurzeit Michael Franz, Elke Haarer, Hans-Jürgen Hafner, Michael Hakimi und Eva-Maria Raschpichler – entwickelt und organisatorisch sowie kuratorisch betreut.

Der kunstbunker wird vom Kulturamt der Stadt Nürnberg finanziert.

Interview auf gallerytalk.net

Do-Sa 16-20 Uhr, So 14-18 Uhr und nach Vereinbarung
Am Bauhof 9, 90402 Nürnberg;     Newsletter

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