Herbert Achternbusch / Das Gespenst / 13.10. - 2.12.2018

Als Filmemacher, Schriftsteller, Dramatiker und bildender Künstler hat Herbert Achternbusch seit den 1960er Jahren ein umfangreiches und in seiner Art solitäres Werk vorgelegt. Material müsste also genug vorhanden sein. Dennoch ist die Angelegenheit irgendwie gespenstisch. Aus der öffentlichen Wahrnehmung ist er so gut wie verschwunden. Seine oft umstrittenen Filme – in den 1980er Jahren ein regelrechtes Politikum – sind schwer zugänglich, der Bühnenautor wird selten gespielt, der Maler nicht oft gezeigt.

Die Künstlerin Eva Raschpichler ist Mitorganisatorin des kunstbunkers. Sie hat sich auf das heutige München eingelassen, um der Sache mit dem Gespenst nachzugehen. Das Ergebnis ihrer Suche ist eine Ausstellung, in der Raschpichler zeigt, was sie kriegen konnte oder nicht.

! Bitte Zeiten beachten – Filmvorführungen !
Die Föhnforscher – Do bis Sa Start jeweils um 16.00 Uhr, So um 14.00 Uhr
Punch Drunk – Do bis Sa Start jeweils um 18.30 Uhr, So um 16.30 Uhr

Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung:
Samstag 20.10., 19.30 Uhr
Vortrag von Prof. Dr. Manfred Loimeier
„Neugeboren. Zur Wiederentdeckung des Werks von Herbert Achternbusch“

Freitag, 23.11., 19.30 Uhr
Festvortrag von Bert Rebhandl anlässlich des
80. Geburtstags von Herbert Achternbusch

Donnerstag 29.11., 20.00 Uhr
Thomas Witte liest Texte von Herbert Achternbusch
Die Lesung findet in Zusammenarbeit mit dem Gostner Hoftheater statt.
“Der Achternbusch hält einfach drauf.“ Das sagt Herbert Achternbusch in seinem Film Punch Drunk über Herbert Achternbusch. Er spricht dabei in der Rolle des Kulturbeamten Riesenhuber, nimmt also die Position einer staatlichen Öffentlichkeit ein, mit der Achternbusch immer wieder Schwierigkeiten hatte. Der Vorwurf, „einfach drauf“ zu halten, lässt sich leicht in geläufige Sprache übersetzen: Was Herbert Achternbusch macht, ist keine Kunst. Dieser Vorwurf begleitet ihn seit vielen Jahren bei allen seinen Tätigkeiten: als Maler, als Autor, als Filmemacher, als Philosoph. Achternbusch zieht diesen Vorwurf auch ganz bewusst auf sich. Erst auf diese Weise wird sein Werk zu einem Großversuch eines Individuums mit den Systemen, in denen es lebt: Staat, Wetter/Klima, Körper, Geschichte, Religion.

Hinweis Süddeutsche Zeitung (pdf)

Besprechung Georg Seeßlen, Die ZEIT (pdf)

Besprechung Natalie Deligt, curt.de (externer link)

Artikel in den Nürnberger Nachrichten (pdf)   Zu Achternbuschs Geburtstag (pdf)

Besprechung Wolfgang Brauneis, Institut für Betrachtung (externer link)

 

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Do-Sa 16-20 Uhr
So 14-18 Uhr und
nach Vereinbarung
Am Bauhof 9
90402 Nürnberg
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